Angst beginnt mit Wahrnehmung

Du kennst das: Etwas um dich verändert sich in unbekanntem oder wenigstens unerwarteten Maße. Oder es passiert einfach etwas, das du so  noch nicht erlebt hast oder das dich überrascht. Du weißt nicht sofort, wie du reagieren sollst. Und schwups, ist da Ärger, den du lautstark an deinen Mitarbeitern rauslässt und dich dann abwendest. Oder du schimpfst auf alle, die das womöglich verzapft haben. Schuld sind wieder mal die anderen. Oder noch ganz anders: Du gehst in dein Büro, schließt die Türe hinter dir und willst erstmal niemanden sehen. Du bist einfach nicht präsent.

Mir geht es auch manchmal so.

Ganz normale Reaktionen und wem helfen sie?

Und das ist ganz normal. Unser Gehirn ist seit unseren animalischen Vorzeiten so programmiert, dass uns im Falle von Angst als Reaktionen Flucht (sich abwenden), Kampf (die anderen angreifen) oder Totstellen (im Büro einigeln) zur Verfügung stehen.
Und es ist OK so zu fühlen. Angst ist normal. Die Frage ist nur, wem hilft es, dass du unreflektiert davon rennst, deine Mitarbeiter anschreist oder unerreichbar in deinem Büro sitzt?

Mach dich in 5 Schritten wieder handlungsfähig

1. Schritt: Angst wahrnehmen

Der erste Schritt zu einem anderen Umgang mit deinem Gefühl Angst ist die Wahrnehmung. Lass zu, dass du Angst hast. Das ist ein völlig normales Gefühl, dass uns im Laufe der Menschengeschichte das Leben gerettet hat.

2. Schritt: Beruhigen

Der zweite Schritt ist Ruhe zu bewahren. Das geht gut über eine ruhige Bauchatmung. Genieße einige Atemzüge frischer Luft in deiner Lunge.

3. Schritt: Wichtiges und Dringendes festlegen

Und Schritt 3 kommt dann häufig von allein: Mach dir klar, was jetzt wichtig ist. Welches ist dein wichtigstes Ziel und welches ist dein dringendstes Ziel? Wichtig ist z. B. dein Unternehmen zu sichern. Und dringend ist z. B. dass deine Mitarbeiter auch in schwierigen Zeiten gute Arbeit leisten.

4. Schritt: Mit Mitarbeitern Dringendes besprechen

Und dann kommt Schritt 4: kümmere dich zuerst um das Dringende! Sprich mit deinen Mitarbeitern oder den Menschen in deinem Umfeld. Teile dein Gefühl und teile deine zwei Ziele mit ihnen. Gib den anderen die Möglichkeit ihren Blick auf die aktuelle Lage zu geben. Wie geht es ihnen?

5. Schritt: Ideensammlung für die Zukunft

Und dann kommt quasi Schritt 5: sammelt gemeinsam Ideen, wie ihr die Ziele erreichen könnt.

Nächste Schritte: Weiter gehen

Die folgenden Schritte kannst du selbst gestalten – sie sind dann spezifisch für deine Situation. Aus den gesammelten Ideen kannst du Maßnahmen entscheiden, delegieren und Aktionen starten. Wichtig ist, dass du im Gespräch mit deinem Mitarbeitern und / oder den Menschen in deinem Umfeld bleibst.